2018 - Grauen ohne Ende

2018

 

und das Grauen nimmt kein Ende

Peinlich

Peinlicher

SPD

 

 

„Wenn der Verein immer im Keller spielt, dann ist irgendwann der Trainer dran“ sagte Sigmar Gabriel und schmiss die Brocken hin. Mit Verein meinte er die einstige Volkspartei SPD, die sich erfolgreich zerlegt hat. Mit Trainer hat er allerdings tief gestapelt, denn er war immerhin deren Chef. Mit seiner Einschätzung „das, was ich bringen konnte, hat nicht gereicht“ umschreibt er seine Leistung als Chef durchaus zutreffend. Fairerweise muss man auch die Leistung seiner Genossen anerkennen, die ihn dabei tatkräftig überstützt haben.

 

Lieber setzte sich Gabriel auf einen ruhigen Posten als Außenminister ab, wo er auf Kosten der Steuerzahler durch die Welt reiste und entspannt das Elend seiner Genossen in sicherer Entfernung beobachten konnte. Im Interview beschrieb er zutreffend seine Rolle im fernen Berlin: „Seine Frau sei die meiste Zeit eigentlich alleinerziehende Mutter, weil ich immer irgendwo unterwegs bin. Ich finde es einfach traurig, wenn man nie da ist, wenn etwas passiert.“ Und gerade deshalb wollte er durch die Welt reisen, damit er nie da ist, wenn etwas passiert. Auch damit blieb er sich treu. Der Mann hat Charakter und ist konsequent: zuhause wie in der Politik. Inzwischen ist er dabei, Aufsichtsrat für das Industriekonsortium Siemens Alstom zu werden. Als Wirtschaftsminister hatte er beim Zusammenschluss von Siemens und Alstom erfolgreich mitgeholfen, jetzt landet er auf dessen Gehaltsliste und darf - fürstlich entlohnt - auf Konzernkosten in der Welt herum reisen und den Grußaugust machen. Immerhin folgt er seinem ehemaligen Chef Schröder, der inzwischen Putins Gasmann ist, in die Wirtschaft.

 

Als Heilsbringer für die SPD erschien Martin Schulz, der seinen Posten als EU-Parlamentspräsident verloren hatte. 1994 von seinen Genossen ins Europa-Parlament abgeschoben, sollte er nun den traurigen Verein SPD aus dem Keller holen. Wer sich an Schulz Reden und Auftritte in den 23 Jahren auf der Brüsseler Bühne und als Vereins-Mitglied der Keller-SPD erinnert, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Seine Einführungsauftritte in diversen öffentlich rechtlich finanzierten Schwafelsendungen zeigten was in im steckt: Populismus und Geschwätz von Feinsten. Da kann selbst Merkel noch viel lernen.

 

Die Vereinsmitglieder jedenfalls waren verzweifelt genug, den einstigen Buchhändler und Würseler Ex-Bürgermeisterlein mit einem historisch guten Wahlergebnis zu ihrem Häuptling zu wählen. Es kam wie es kommen musste, die SPD fuhr mit diesem glänzenden Spitzenkandidaten ein historisches Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2017 ein. Historisch schlecht, schlechter hatte die SPD bis dahin noch nie abgeschnitten.

 

Auch nach der Wahl zeigte der Mann aus Würselen , was in ihm steckt. Erst versprach er hoch und heilig, nicht mit der FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda koalieren zu wollen. Sein Kampfdackel mit Menstruationshintergrund versprach, der CDU auf die Fresse zu hauen, und zeigte der erstaunten Nation, auf welchem Niveau offensichtlich die Kindererziehung in den abgelegenen Eifelwäldern ist - oder zu ihrer Zeit war. Aber es dauerte nicht lange, bis Schulz und die seinen merkten, dass es schöner ist, mit der CDU in Ministersessel zu furzen, statt der CDU eins auf die Fresse zu hauen. Und das Würseler Exbürgermeisterlein fand , dass der Posten des Vizekanzlers und Aussenminister für ihn gerade angemessen sei. Die SPD ist zwar für jeden Unsinn zu haben, mit seinem Anspruch auf die Spitzenposten kam er dann doch nicht durch. Und er landete so auf dem Misthaufen der Geschichte.

 

Damit brauchte die SPD einen neuen Chef. Da inzwischen alle potentiellen Kandidaten verbrannt oder intelligent genug waren, sich mit dem Posten nicht beschmutzen zu lassen, blieb nur noch die, die am lautesten schrie: Anahles. Sie wurde dann mit einem blamablen Wahlergebnis auf dem Parteitag zur Trümmerfrau der SPD gewählt. Mit ihr hat die SPD gute Chancen, ebenfalls auf dem Misthaufen der Geschichte zu landen. Bei den wöchentlichen Umfragen stand die SPD unter ihr noch nie desaströser da, und die 10 Prozent Marke rückt immer näher. Die Älteren erinnern sich, dass die SPD einst eine Volkspartei war und bei Wahlen auch um die 40 % holte. Aber dazu muss man schon sehr alt sein.

 

Wer nun glaubt, tiefer kann die SPD nicht mehr fallen, kann wieder hoffen. Inzwischen brachte sich das Exbürgermeisterlein aus Würselen wieder ins Gespräch. Er träumt davon, in Europa ganz groß heraus zu kommen, indem er als Spitzenkandidat für die SPD in den Europawahlkamp zieht. Da die SPD inzwischen alles Personal verbrannt hat, was für die Spitzenkandidatur geeignet wäre, hat das Exbürgermeisterlein gute Chancen, als Sptizenmann die SPD auch auf der Europaebene krachend ins Nichts zu führen.

 

 

 

 

A nahles

Ein Würseler Exbürgermeisterlein

 

Als Heilsbringer abgesoffen

 

aus der Gosse zu neuem Heil

 

Wie sagt schon eine chinesische Weisheit:

 

Einen guten Roten erkennt man an seinem Abgang

Sozenwirtschaft

 

Eine gute Beschreibung liefert Helmut Schleich in seiner Rolle als Franz Josef Strauß:

 

"Die Genossen erinnern mich an Christoph Columbus:

als er losgefahren ist, wusste er nicht wohin,

als er angekommen ist, wusste er nicht, wo er ist,

als er zurückkam, wusste er nicht, wo er war.

Und das alles mit dem Geld anderer Leute.“