Die verblödete Republik

Quelle: WAZ / 07.05.2017

NRW

 

40 Jahre Gesamtschule tragen Früchte.

 

Die Legasthenie ist in der Gesellschaft angekommen.

 

Wenigstens reicht es zum Werbetexter für die SPD!

 

Quelle: Bild

Bundeswehr

 

Auch die Bundeswehr bleibt von der Verblödung nicht verschont. Unlängst wurde bei einer Gedenkfeier ein Kranz abgelegt. Selbst wenn der Florist, wie von der Bunderwehr behauptet, die Rechtschreibfehler fabriziert haben sollte, bleibt offen wie viele Soldaten und Bundeswehrsachbearbeiter die Schleife in der Hand hatten, bevor sie der Öffentlichkeit feierlich übergeben wurde.

 

Davor, dass Waffen von ähnlich qualifiziertem Personal falsch programmiert werden könnten, dass sie Kindergärten oder Hochzeitsgesellschaften eliminieren, muss man sich nicht fürchten. Der Schrott, über den die Bundeswehr verfügt, ist schon lange nicht mehr einsatzfähig - oder nur begrenzt einsatzfähig.

 

Die Waffen, die noch einsatzfähig sind, kommen dann auch noch abhanden. So haben Mitte Februar (natürlich) Unbekannte auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen einen Fuchs-Panzer aufgebrochen. Sie ließen zwei G36-Sturmgewehre, eine P8-Pistole, eine Signalpistole, zwei Funkgeräte und ein Doppelfernrohr mitgehen. Ein Panzer mag zwar schussfest sein, ein Behältnis im Sinne § 13 AWaffV „Aufbewahrung von Waffen und Munition“ ist er offensichtlich nicht.

 

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums treuherzig versicherte, seien die Gewehre nicht geladen gewesen. Der deutsche Bildungsbürger kann beruhigt sein: „Dann kann ja nix passieren.“

 

Projekt Verblödung

 

Zurück ins Mittelalter

 

 

Es gab einmal eine Zeit, in der Kinder in die Volksschule (heute sagt man Grundschule) gingen. Dort lernten sie Feinmotorik (Schönschrift), Buchstaben und Laute, lernten schreiben, lesen, rechnen und erwarben ein Grundwissen (Heimat-, Naturkunde, Religion) als Basis für eine ausbaufähige Allgemeinbildung. Nebenbei trainierten sie ihr Gehirn und Körper durch Auswendiglernen von Gedichten und beim Sportunterricht.

 

Nach dem vierten Schuljahr erfolgte dann die Differenzierung: Haupt-, Realschule, Gymnasium. Für "Spätzünder" bestand die Möglichkeit, über Aufbaustufen von Hauptschule zur Realschule bzw. zum Gymnasium zu wechseln.

 

Nebenbei erfuhren die Kinder eine Erziehung von den Eltern, die ihnen Regeln und damit Sicherheiten gab, um sich im Leben zurecht zu finden und sich sozial zu verhalten. Das Ergebnis waren Individuen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Begabungen, die sich im Berufsleben widerspiegelte: vom Handwerker bis Professor.

 

Dass dieselbe Schulausbildung bei unterschiedlichen genetischen Voraussetzungen und verschiedenen Elternhäusern, wobei Bildungsferne und Einkommen keinen direkten Bezug haben müssen, verschiedene Individuen und Begabungen bringt, war der Politik in einer zunehmenden Neidgesellschaft ein Dorn im Auge.

 

Was jeder halbwegs intelligente Mensch weiß, Politiker aber nicht verstehen können: z.B. bei einem Getreideacker sind die meisten Halme annähernd gleich groß. Daneben gibt es ein paar längere und ein paar kürzere Halme. Das ist normal, aber es gibt Einfaltspinsel, die darin eine große Ungerechtigkeit sehen. Alles muss auf die gleiche Höhe. Möglich ist das nur, wenn man alle Halme auf die Höhe des kürzesten Halmes bringt. Der Ertrag des Ackers geht dann zwar gegen Null, aber das dient nur dem hohen Ziel der Gerechtigkeit. Anders herum: wenn jeder Volltrottel studieren muss, geht das nur über eine Absenkung des Niveaus.

 

Also schritten die Politiker und ihre Bürokraten nebst pädagogischen Fundamentalisten in Kultusministerien und Schulbehörden zur Tat. Es begann mit dem ganzheitlichen Lesen lernen, wodurch es gelang, Legasthenie zu einer gesellschaftlich akzeptierten Erscheinung zu machen. Es folgte die unsägliche Mengenlehre, wodurch nicht nur den Kindern das Mathematikverständnis ausgetrieben wurde, vielen Eltern wurde es dadurch unmöglich, mit ihren Kindern zu lernen.

 

Unter dem Motto "Abitur für jeden Deppen" folgte die Gesamtschule als Sammelbecken für Legastheniker, Dyskalkulatoren, motorisch Defizitärer und sozial Entwurzelter. Die Eltern, denen die Zukunft und die Erziehung ihrer Kinder nicht egal war, schickten ihre Kinder weiter zum Gymnasium - weil es der Politik (noch) nicht gelungen ist, diese Schulform zu eliminieren.

 

Das Ergebnis sind Abiturienten, die weder Rechtsschreibung noch einfachen Dreisatz beherrschen, Defizite bei der Texterfassung haben und oft noch motorische Schwierigkeiten. Damit produziert man nicht Spitzenkräfte, sondern eine amorphe Masse von Geistes"wissenschaftlern", Pädagogen, BWLern und Dummschwätzern, denn für ein naturwissenschaftliches Studium reicht es nicht mehr. Und wer selbst dafür zu blöd ist, kann nur noch Politiker werden.

 

Nachdem die Schulausbildung nicht weiter herunter gewirtschaftet werden konnte, und es auch nicht gelang, die Kinder dem Einfluss ihrer Eltern zu entziehen, hat die Politik die Säuglinge und Kleinkinder ins Visier genommen. Die Eltern sollen nun ihre Kinder möglichst früh nach der Geburt staatlich kontrollierter Erziehung zu überlassen. Damit das funktionierte wurde von nicht wenigen Politikern eine Pflicht zur Kinderkrippe oder wenigstens eine Kindergartenpflicht gefordert - unter dem Vorwand, nur wenn Bildungsnahe mit Bildungsferne zusammen gezwungen werden, funktioniert der Niveauausgleich (Modell Getreideacker). Entsprechend erbittert und fundamentalistisch wurde das Erziehungsgeld bekämpft. Dass es Eltern gibt, die Erziehung ihrer Kinder ernst nehmen und dafür sogar finanzielle und berufliche Nachteile in Kauf nehmen, passte nicht ins Weltbild der Gesinnungstaliban. Denn wenn schon Verblödung, dann müssen alle verblödet sein. Soviel Neid muss sein.

 

Es bleibt die Frage, warum die Politik mit viel Energie und noch mehr Steuergeldern an der Verblödung der Nation arbeitet. Will man zurück ins Mittelalter, wo degenerierte Eliten das Volk dumm hielten, damit es ihnen nicht in die Quere kam?

 

Aber vielleicht ist es alles viel einfacher: man weiß einfach nicht was man tut.

 

Karrieren in Deutschland

 

Voraussetzungen für Außenminister bzw. Vizekanzler

 

kein Schulabschluss,

abgebrochene Lehre,

Straßenschlachten als Mitglied "Revolutionärer Kampf"

 

 

Voraussetzungen für Arbeitsminister

 

Abitur

20 Semester Politik, Philosophie, Germanistik (Magistra Artium)

abgebrochene Promotion (Thema: "Einfluss auf die Entwicklung des historischen Romans in Deutschland")

diverse Parteipöstchen

Menstruationshintergrund

 

 

Voraussetzungen für Bundestags-Vizepräsident

 

Abitur

nach zwei Semestern abgebrochenes Studium Theaterwissenschaft, Geschichte, Germanistik

diverse Parteipöstchen

Menstruationshintergrund

 

 

Voraussetzungen für Fraktionsvorsitz

 

Abitur

abgebrochenes Theologiestudium nach 4 Jahren

FDJ - Mitgliedschaft

diverse Partei- und Kirchenpöstchen

Menstruationshintergrund

 

 

Voraussetzungen für Landes-Innenminister

 

Abitur

Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel

abgebrochenes Pädagogikstudium (nach 5 Jahren)

Tätigkeit bei einer Krankenkasse

Diverse Parteipöstchen

Mitglied in diversen Gewerkschaften

Enger Parteifreund der Ministerpräsidentin

 

 

 

Bildungsland Deutschland

 

"Lehren heißt, ein Feuer entfachen, und nicht, einen leeren Eimer füllen." Diese Weisheit stammt von Heraklit etwa 500 Jahre vor Christus.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen. Oder doch? Wer soll denn im Land der Erbsenzähler und Oberbedenkenträger das Feuer entfachen?

 

  • Überforderte Eltern, die am Leben scheitern und nicht einmal mit ihrem Kind klar kommen?
  • Unmotivierte, unterbezahlte und streikende Erzieherinnen unter Führung von Verdi?
  • Lustlose Pädagogen mit Burnout-Syndrom und Rechtschutzversicherung?
  • Frustrierte Professoren an überfüllten Universitäten, gegängelt von der Politik und Ideologen, und konfrontiert mit überforderten Studenten, die genau wissen was sie wollen: einen geschenkten Abschluß - ohne etwas dafür zu tun.

 

Und dann gibt es noch im Land der Erbsenzähler den Brandschutz und das Strafgesetzbuch. Feuerentfachung - auch wenn nur im Sinne Heraklits- gilt als Brandstiftung und führt zur Bestrafung und Entfernung aus dem öffentlichen Dienst.

 

Bleibt also nur noch, den leeren Eimer zu füllen, aber eine alte Weisheit, wenn auch nicht aus der Zeit Heraklits, besagt: "Ein Loch ist im Eimer".

 

Da rinnt sie dann hin, die Kultur, denn ohne Bildung gibt es keine Kultur. Ohne eigene Kultur erübrigt sich die Diskussion über die Leitkultur und ob andere sich darin integrieren sollen. Welcher Jugendliche weiß noch, welcher Sinn hinter Ostern, Weihnachten etc steckt?

 

Deutschland vermerkelt sich, Männer aus anderen Kulturkreisen feiern in Köln auf der Domplatte das in ihren Herkunftsländern beliebte „Taharrush gamea“ (sexuelle Übergriffe durch Gruppen) als alternative Silvesterparty, die NRW-Landesregierung bekommt das erst mehrere Tage später mit (nachdem es sich nicht mehr weglügen lässt), und das Ausland sieht feixend zu.

 

Etwas Gutes hat die Verblödung doch. Sollte irgendwann außerirdische Intelligenz das Dschungelcamp, eine Bundestagssitzung oder öffentlich rechtliche gebührenfinanzierte Schwafelshows beobachten, wird man sicher einen großen Bogen um die Erde machen.