Kulturstadt Halberstadt

 

Das kulturelle Deutschland - 200 Jahre nach Göthe

 

 

 

Über Kultur kann man streiten. Man kann auch darüber streiten, was Kultur ist und ob es in Halberstadt überhaupt so etwas wie Kultur gibt.

 

Nicht streiten kann man darüber, dass es wenig mit Kultur zu tun hat, wenn die Stadt Halberstadt ihr "Kulturhaus", welches 1978 als Kreiskulturhaus unter dem Begriff "Klubhaus der Werktätigen" gebaut wurde, in exponierter Lage vergammeln lässt und dort Ratten ansiedelt.

 

Nach dem Beitritt der DDR zur BRD setze das Klubhaus der Werktätigen den Betrieb fort. 1992 z.B. gastierte Willy Millowitsch mit seinem Ensemble, 1991 gastierte die Broadway Musical Company New York mit dem Musical "Hair".

 

1993 schloss der Landkreis das Kulturhaus, um es zu Geld zu machen. Natürlich hatte man große Pläne: ein Tanzlokal sollte her, eine Eisdiele, zwei Ladengeschäfte, ein Fast-Food-Restaurant, ein Steak-Haus, ein Sportstudio und eine Spielothek. Der ganze Irrsinn sollte schlappe 3,5 Millionen D-Mark kosten. Es kam, was kommen musste: nichts. Das Klubhaus stand jahrelang ohne die Werktätigen leer.

 

2012 fand man einen neuen Käufer. Der Investor wollte an der Stelle einen Supermarkt errichten, doch der Stadtentwicklungsausschuss torpedierte die Pläne und schuf damit die Grundlage zu einem weiteren Verfall.

 

Pläne gibt es viele. Unter anderem gibt es Spinnereien, wieder ein Theater oder Kulturzentrum zu errichten. Dabei übersehen die wackeren kommunalen Finanzgenies, dass die Stadt Halberstadt hoch verschuldet ist. Um von den horrenden Schulden herunter zu kommen, mussten die Kommunalpolitiker schon beim Land schnorren gehen. Das Land gab schon eine Geldspritze von ca . 6 Mio. Euro, was letztlich nichts anderes bedeutet, dass nun alle Bürger des Landes für die finanziellen Sünden der Halberstädter bezahlen müssen. Trotzdem pfeift Halberstadt bei einem Schuldenstand von ca. 25 Mio. Euro finanziell aus dem letzten Loch.

 

Große Sprünge sind nicht drin, allenfalls eine kleine Bühne aus alten Paletten, wo Halberstadts Politiker als Komiker auftreten können.

 

Hüter der Halberstädter Schulden:

Andreas Henke, Oberbürgermeister der Stadt Halberstadt

 

zu DDR-Zeiten Parteisekretär

 

Mitglied der Linkspartei, PDS und der europäischen Linken

Aufsichtsratsvorsitzender der NOSA GmbH - Holding der Stadt Halberstadt

Aufsichtsratsvorsitzender der Halberstadtwerke

Aufsichtsratsvorsitzender der Halberstädter Verkehrsgesellschaft mbH

Aufsichtsratsvorsitzender der Halberstädter Wohnungsgesellschaft mbH

Aufsichtsratsvorsitzender der Betriebsgesellschaft des Freizeit- und Sportzentrums

Vorsitzender des Betriebsausschusses des Stadt- und Landschaftspflegebetriebes

Vorsitzender des Hauptausschusses des Stadtrates

Geschäftsführer des Zweckverbandes Nordharzer Städtebundtheater

Vorsitzender des Vorstandes im ASB-Regionalverband Halberstadt / Wernigerode in Halberstadt

Mitglied im Kuratorium des John-Cage-Orgel-Stiftung

Mitglied im Regionalbeirat der AMEOS Region Harz

Vertreter der Stadt Halberstadt in der Regionalen Planungsgemeinschaft Harz

Mitglied im Beirat der THÜGA-AG

 

Hoffentlich bleibt dem guten Mann neben seinen ganzen Pöstchen noch etwas Zeit für sein Amt als Oberbürgermeister

 

 

Halberstädter Kultur im Wandel der Zeit

Halberstädter Kultur(haus) im Jahre 27 nach Beitritt (n.B.)

Zwei Jahre später: das Kulturhaus kommt groß heraus, verpackt in neuer Fassade